Die
Galerie des Scheiterns

Willkommen in der Galerie des Scheiterns

Diese Ausstellung eröffnen wir anlässlich der Verhandlungen der Bundesregierung über den Kohleausstieg.

Der Kohleausstieg wie er jetzt verhandelt wird, ist langsamer als der, der gesellschaftlich gefordert ist, langsamer als der, der ökologisch notwendig ist, und langsamer als das, was technologisch möglich wäre.

Und vor allem ist der Kohleausstieg sinnbildlich für eine Politik, die aus der Zeit gefallen ist. Eine Politik, die unsere Zukünfte auf das Spiel setzt, im Versuch eine Gegenwart zu bewahren, die es schon lange nicht gibt. Eine Politik in der Kohleschutz vor Klimaschutz gibt, in der Lobbyinteressen stärker wiegen als Menschheitsinteressen.

Während viele Akteure im Land für das klimapolitische Versagen der Bundesregierung verantwortlich sind, ist es kein anderes Ministerium, dass für so viel fatale Entscheidungen, für so viel blockieren, für so viel verhindern, Gestrigkeit, Rückwärtsgewandtheit verantwortlich ist, wie das Bundeswirtschaftsministerium unter Peter Altmaier. Schon vor 15 Monaten standen wir hier und demonstrierten mit über 10.000 Menschen gegen die Kohlepolitik der GroKo. Seitdem sind die Chancen von Deutschland das 1,5° Ziel noch zu erreichen, immer weiter gesunken. Wider besseren Wissens werden in diesem Ministerium Expert*innen-Meinungen ignoriert, Mehrheitsmeinungen der Gesellschaft übergangen um Partikularinteressen zu bedienen und die Klimakrise beschleunigt. Mit dieser Ausstellung wollen wir der Verantwortungslosigkeit der Regierung und vor allem dieses Ministeriums einen Raum schaffen. Eine wehrhafte Demokratie braucht eine aufgeklärte, politische Öffentlichkeit. Zusammen mit Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen sind diese Inhalt entstanden - sie stehen beispielhaft für das Scheitern der Bundesregierung angesichts der großen ökologischen Krisen unserer Zeit und ebenso für das Versagen des Ministeriums unsere Rechte, die rechte junger und zukünftiger Generationen zu schützen. Stattdessen wird genau hier, wo wir seit 1,7 Jahren Freitags streiken unsere Zukunft verkauft. Aber wir gehen nicht weg, wir gucken nicht weg. Im Gegenteil. Schön, dass Sie und ihr da seid. Herzlich Willkommen!

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